Stempelkissen Teil 3: Dye Ink ist nicht gleich Dye Ink

Hallo Ihr Lieben,

im letzten Post habe ich Euch die Dye Inks näher erläutert. Heute möchte ich darauf eingehen, dass Dye Ink nicht gleich Dye Ink ist.

Was ist der Unterschied bei den Dye Inks?

Ein sehr entscheidender Unterschied der Dye Inks sind die unterschiedlichen Basen. Diese Basen sagen aus, wie sich die Tinte wieder anlösen lässt. Man sollte dann auf die Basen achten, wenn man z. B. die Stempelabdrücke kolorieren möchte oder die Stempel reinigen will.

Welche Basen gibt es?

Es gibt bei den Stempelkissen drei Basen. Dies sind:

🐾 Wasserbasis
🐾 Ölbasis
🐾 Lösemittelbasis

Wie kann ich das unterscheiden?

Bedauerlicherweise steht es nicht immer auf den Stempelkissen drauf auf welcher Basis sie basieren. Am häufigsten findet man einen solchen Hinweis bei wasserbasierenden Stempelkissen. Leider ist auch das nicht immer ausreichend – gerade dann, wenn z. B. auf dem Kissen steht: nach dem Trocknen Wasserfest. Es gibt auch das eine oder andere Stempelkissen bei dem der Hinweis Solvent (Lösemittel) draufsteht. Letztendlich bleibt es nur auf einem Stück Papier auszuprobieren wie sich die Tinte verhält. Da könnt Ihr dann auch abschätzen, was Ihr zum Reinigen der Stempel benötigt.

Ich habe für Euch hier mal kleine Proben von den Stempelkissen erstellt die ich habe. Ich zeige Euch auch mal die Reaktion der Tinten, wenn ich mit verschiedenen Lösemitteln bzw. Wasser an die Tinte gehe.

Auf dem ersten Bild könnt Ihr ein Stempelabdruck mit dem Memento Stempelkissen (Wasserbasis) sehen. Den obersten Abdruck habe ich einmal mit Wasser überstrichen. Und man kann ganz gut erkennen, dass sich das Motiv damit verschmieren ließ. Der untere Abdruck wurde mit Alkoholmarkern bearbeitet. Hier hat keine Reaktion stattgefunden.

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Die nächsten zwei Bilder zeigen einen Abdruck mit dem Archival Ink Stempelkissen (vermutlich Ölbasis). Auf dem Kissen selber steht der Hinweis nicht auf welche Basis das Kissen beruht, aber der Hinweis: nach dem Trocknen Wasserfest. Einen Hinweis auf welcher Basis das Kissen beruhen könnte ist mir aber durch den Test aufgefallen. Beim ersten Bild sind zwei Abdrücke drauf. Den obersten Abdruck habe ich mit Wasser getestet, dabei gab es keine Reaktion, wie erwartet. Beim zweiten Abdruck habe ich die Tinte mit Alkohlmarkern bearbeitet, hier kann man gut sehen wie die Tinte verschmiert, sie lässt sich aber nicht mehr abnehmen.

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Beim dritten Bild habe ich den Stempelabdruck mit Öl bestrichen. Und die Reaktion war, dass das Motiv verschmiert und die Tinte sich mit einem Tuch abwischen ließ.

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Jetzt kommt ein Bild wo es weder bei Wasser, Alkoholmarker noch bei Lösemittel eine Reaktion gab. Obwohl, ich hier ein lösemittelbasierendes Stempelkissen auf normalen Papier getestet habe. Getestet habe ich das StazOn Stempelkissen. Es ist zwar ein Dye Ink, aber es ist auch ein besonderes Kissen. Warum ein besonderes Kissen erkläre ich in einem anderen Post.

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Also habe ich den Test auf Keramikpapier (beschichtetem Papier) nochmal wiederholt und siehe da, es gab Reaktionen.

Der oberste Abdruck wurde mit Wasser bestrichen und da ist nichts passiert, aber unten links und unten rechts sind Reaktionen zu sehen. Unten links habe ich den Abdruck mit Alkohomarker bearbeitet und das Motiv verschmierte. Unten rechts wurde der Abdruck mit einem Lösemittel bearbeitet auch hier gab es an der Spitze des Motives eine Reaktion. Man sieht, dass hier das Motiv verschmiert bzw. sich Farbteile ablösten.

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Dieser kleine Test zeigt, dass es auch wichtig ist, welches Papier man für seine Arbeiten nutzt. Denn der Farbstoff (Dye) in der Tinte kann bei unbeschichtetem Papier mit den Fasern (der Zellulose) reagieren und dabei, je nach verwendetem Farbstoff, wasser- und/oder lösemittelfest werden. Bei beschichtetem Papier kann diese Reaktion nicht oder nur beschränkt stattfinden und ein vermeintlich wasserunlöslicher Stempelabdruck trotzdem von Wasser wieder angelöst werden.

Ihr Lieben, das war mein Hinweis warum Dye Ink und Dye Ink nicht gleich sind. Der nächste Post wird sich mit den Pigment Ink beschäftigen.

Ich sage mal bis bald, danke für’s Hereinschauen.

Liebe Grüße, Eure Bastelkatze

 

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